Warum Solidarität mit Israel

Begrüssungsrede an der Kundgebung Israel soll überleben vom 13. Oktober 2012 in Bern (CH)

Warum Solidarität mit Israel

Am 13. Oktober 2012 hatte ich die Ehre eine Begrüssung zur viersprachige Kundgebung „Israel soll Überleben“ auf dem Bundesplatz zu halten. In den kurzen zwei Minuten versuchte ich klar zu machen, warum man heute Solidarität mit Israel zeigen soll. Aber bitte, lesen Sie selbst.
Matthias Teh an der Solidaritätskundgebung für Israel

Matthias Teh an der Solidaritätskundgebung für Israel

Sehr geehrte Damen und Herren. Ich freue mich, dass Sie da sind und ich mit Ihnen Solidarität mit Israel ausdrücken darf.

Warum sind wir solidarisch mit Israel, einem Staat der halb so gross ist wie die Schweiz?

Israel ist der einzige demokratische Rechtsstaat im Nahen Osten. Anders als in seinen Nachbarländern werden in Israel die Rechte und Grundfreiheiten aller Bürger respektiert. In Israel darf man die Regierung hinterfragen und kritisieren ohne gleich mit Gefängnis oder Tod rechnen zu müssen. Trotzdem wird dieser Staat immer wieder in Frage gestellt. Oftmals mit antisemitischen Denk- und Argumentationsmustern.

Deswegen bedeutet Solidarität mit Israel nicht nur, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Solidarität mit Israel bedeutet auch: Solidarität gegen den Antisemitismus.

Auch nach tausenden Jahren Ausgrenzung und Pogromen und dem abscheulichen Holocaust ist der Antisemitismus nicht ausgelöscht. Der Judenhass ist noch heute nicht nur in der arabischen Welt, sondern auch in der westlichen Gesellschaft,  latent vorhanden.

Wussten Sie, dass seit dem zweiten Weltkrieg ungefähr 850’000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden? Dies wird in Flüchtlingsdiskussionen kaum erwähnt.

Oder wussten Sie, dass „du Jude“ an Schweizer Schulen ein verbreitetes Schimpfwort ist?

Israel ist der einzige Zufluchtsort für verfolgte und ausgegrenzte Juden. Es ist ein Bollwerk gegen den Antisemitismus.

Doch leider können Juden nicht einmal in Israel in Frieden leben. Terrororganisationen und faschistische Regime wie die Hamas, die Hisbollah oder der Iran zwingen die Israelis in ständiger Angst vor Raketen und Attentaten zu leben.

Wie Israel wünschen wir uns alle Frieden im Nahen Osten. Doch diesen Frieden kann es erst geben, wenn das Überleben des jüdischen Staates und Volkes vollumfänglich gewährleistet ist.

Ich freue mich deshalb, dass so viele Menschen aus Überzeugung für dieses wichtige Anliegen einstehen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen informativen, hoffnungsvollen und gesegneten Nachmittag.

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